Projekt Francke Portal

Transkription der Tagebücher und Briefe August Hermann Franckes im Francke-Portal

Am Studienzentrum August Hermann Francke – Archiv und Bibliothek – werden in dem seit März 2013 laufenden DFG-Projekt „Francke-Portal. Aufbau einer internetgestützten Rechercheplattform zu August Hermann Francke, seinen gedruckten und ungedruckten Schriften“ elektronische Kataloge, Bibliographien und Editionen zu dem Werk Franckes auf einer modularen Rechercheplattform auf der Grundlage der Software Visual Library zusammengeführt, weiter erschlossen und systematisch um Digitalisate der verzeichneten gedruckten (Druckschriften, Sekundärliteratur) und ungedruckten Quellen (Tagebücher, Briefe) angereichert (http://digital.francke-halle.de/fsfp). Der Mehrwert für die Forschung besteht vor allem darin, dass die Quellen unter einem einheitlichen Recherchezugriff zugänglich gemacht und die Informationen durch Tagging miteinander verknüpft werden.

August Hermann Francke (22.3.1663 – 8.6.1727), nach dem Leben gemalt von Antoine Pesne, um 1725. Direktor der Stiftungen 1698-1727

Tagebücher/Ego-Dokumente

Einen Kernbestandteil des Francke-Portals bilden die Tagebücher August Hermann Franckes aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen, ergänzt durch Fragmente aus der Staatsbibliothek zu Berlin. Sie dokumentieren den Tages- und Arbeitsablauf August Hermann Franckes und stellen erstrangige Quellen für die Erforschung des halleschen Pietismus dar, indem sie Einblick in die Organisations- und Verwaltungsstrukturen des Halleschen Waisenhauses, seiner Verbindung mit der halleschen Universität sowie seiner nationalen und internationalen Vernetzung gewähren. Insgesamt handelt es sich um 13 Tagebücher aus dem Zeitraum von 1714 bis 1726 mit einem Umfang von etwa 5.800 Seiten. Sie werden ergänzt durch sieben Schreibkalender aus dem Zeitraum von 1697 bis 1703 und einigen kürzeren Reisebeschreibungen. Im Rahmen der Projektarbeit wurden alle Diarien sowie die Reisebeschreibungen und Schreibkalender digitalisiert, transkribiert und synoptisch im Portal präsentiert. Zudem werden im Rahmen des Projekts erste Schritte zur Erschließung der Tagebücher, und zwar durch Verlinkung bzw. Tagging, erprobt.

Briefe

Die Briefe von Francke werden im Projektverlauf möglichst vollständig ermittelt, digitalisiert und mit Titelbeschreibung im Portal bereitgestellt. Zudem soll eine interaktive Erschließung der Texte im Projektverlauf erprobt werden: Wissenschaftler/innen und Doktoranden, die zu Francke gearbeitet haben oder aktuell arbeiten, haben die Möglichkeit erhalten, über einen passwortgeschützten Account und mittels webbasierter Eingabemaske Transkriptionen von Briefen im Portal bereitzustellen, die dann von dem Projektbearbeiter überprüft, nach dessen Freigabe mit dem Namen des/der jeweiligen Wissenschaftlers/in im Portal publiziert und, genauso wie die Tagebücher, als Images und transkribierte Texte nebeneinander präsentiert werden sollen. Diese interaktive Komponente soll dazu dienen auszuloten, ob das Francke-Portal in Zukunft als Plattform für kooperative wissenschaftliche Projekte, insbesondere für textkritische Editionen, zwischen wissenschaftlichen Institutionen und dem Studienzentrum genutzt werden kann.

 

Projektleitung:
Dr. Britta Klosterberg

Projektmitarbeiter:
Dr. Karsten Hommel
Anne Harnisch M.A.( bis Mai 2015)
Irina Schuchardt (ab Juni 2015)
Jürgen Schiller

Weitere Mitarbeiter:
Dr. Jürgen Gröschl
Anke Mies
Doris Zosel

Institution:
Franckesche Stiftungen zu Halle
Studienzentrum August Hermann Francke
– Archiv und Bibliothek –
Franckeplatz 1, Haus 22-24
06110 Halle

Laufzeit:
2013–2017

Kontakt:
E-Mail schreiben

Homepage:
http://digital.francke-halle.de/fsfp

Förderung:
DFG